Liebe Kolleg*innen vom Uniklinikum Tübingen,
wir wünschen euch viel Kraft und Ausdauer bei eurer aktuellen Tarifrunde und stehen solidarisch hinter euch! Eure Forderung ist absolut berechtigt. Wir alle merken bei jedem Wocheneinkauf und jeder Tankfüllung, dass es teurer wird! Deshalb müssen wir, egal wo wir arbeiten, dafür kämpfen, dass unsere Gehälter steigen.
Gleichzeitig haben Politik und Arbeitgeber gezeigt, dass von ihnen keine Hilfe zu erwarten ist. Im Gegenteil, sie sind seit Jahren dafür verantwortlich, dass zu wenig Personal eingestellt wird, Kolleginnen verheizt werden und Patientinnen immer schneller durchgeschleust werden. Und jetzt haben sie mit der Kündigung des Tarifvertrages Rationalisierungsschutz nach eurem ersten Warnstreik die Situation eskaliert. Das ist eine Frechheit! Eine Frechheit, die sich in ein politisches Programm einreiht, das scheinbar nur darauf abzielt, euch und eure Patient*innen noch besser auszupressen. Ein politisches Programm, das mit der „Reform“ der gesetzlichen Krankenkassen weiter vorangetrieben wird. Deswegen müssen wir den Kampf um ein gutes Gesundheitssystem zusammen führen. Egal ob als Beschäftigte im Gesundheitssystem oder als Menschen, die irgendwann in ihrem Leben ins Krankenhaus müssen.
Das jetzt im Gesundheitssystem und auch anderswo so massiv gespart wird ist unserer Meinung nach kein Zufall, sondern die logische Konsequenz daraus, dass der Staat alles was er hat in die Aufrüstung steckt.
Wir kämpfen für eine Gesellschaft, in der Gesundheit keine Ware mehr ist und die Bedürfnisse der Menschen im Vordergrund stehen, nicht finanzieller Profit. Wir kämpfen für eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus.
Viel Erfolg in eurem Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und gerechtere Gehälter! Ohne Streik wird sich nichts verändern!
Aktive aus dem Linken Zentrum Trude Lutz






